Der  NCA Standerscup.gif (2096 Byte)S Cup 2007 - Kurzbericht

Stand 03.11.07, bk

Resultate SCup 2007  Landesmeisterschaft 2007 Organisation und Ablauf

[Mit Fotos von Andreas Leeb, Gert Schmidleitner und bk] - Foto-DVD (ca. 1.500 Fotos) verfügbar

 

 

 

Zum 23. Mal fand heuer wieder der SCup, der traditionelle Cup des NCA statt. Entstanden als Cup der Steirischen Fahrtensegler ist der SCup heute ein Pflichttermin für Segler, nicht nur aus der Steiermark. Es ist eine sportliche Regatta auf Einheitsklasse Elan 333 mit Spinnaker, bei der Dreieckskurse gesegelt werden. Trotz des Ursprungs als Regatta für Fahrtensegler wird seit einigen Jahren auf "Navigations-Wettfahrten" völlig verzichtet; die Regatta richtet sich nun gleichermaßen an sportliche Fahrtensegler wie auch an Regatta-"Profis". Die Wettfahrten erfordern Kraft und Konzentration - zum Konzept der Regatta gehört auch der Verzicht auf übertriebene gesellschaftliche Abendveranstaltungen. Ein zweitägiges Wettfahrtraining an den beiden Tagen vor der ersten Wettfahrt ist für die Teilnehmer kostenlos; es soll Crews, die in der Saison nicht bereits mehrere gemeinsame Wettfahrten absolviert haben, die Eingewöhnung ermöglichen und die gesamt Regatta dadurch sicherer, spannender und für die Teilnehmer auch befriedigender machen.

Zum siebenten Mal wurde im Rahmen dieser Regatta auch der "Steirische Landesmeister im Hochseesegeln" in einer separaten Wertung ermittelt. Die Wettfahrtleitung übernahm - wie schon in den Vorjahren - in gewohnt professioneller Weise Ing. Mag. Gert "Blondl" Schmidleitner, die Jury wurde von Andrea Martens geleitet.

Unter den etwa 130 Teilnehmern auf 24 Booten, davon 14 aus der Steiermark, wurden wieder viele alte Bekannte wie Karl Molnar, Christian Bayer, Hans Kalhs, Ronald Palleschitz, Thomas Zech, Andreas Hanakamp, Christian Kargl, Peter Styblo mit seiner Crew aus Tschechien begrüßt, und - nach einer Pause wieder mit dabei - Christian Brauner.

Unsere Partner waren dieses Jahr

BMW Österreich, Hauptsponsor mit schönen Sachpreisen

der Yachtclub Biograd, Herr Gordan Borcillo, der sich um die Meldung beim kroatischen Segelverband und bei den lokalen Behörden gekümmert hat,

Herr Andjelko, der die Abwicklung im Restaurant sehr gut organisiert hat,

die Firma Yachtcharter Müller und Partner OEG, die die Abwicklung der Charter aller Boote besorgt hat und mit Herrn Thomas Hickersberger und Frau Elke Ulrich am Samstag zur Übernahme auch vor Ort vertreten war,

die Fa. Boote Kamper, die wieder ein Startboot (und Regattabüro) zu einem günstigen Preis zur Verfügung gestellt hat,

Herr Arthur Thüringer, der für uns die beiden Trainingstage bestritten hat,

Herr Peter Barnert, der seine ausgezeichnete Leistung als Bojenleger und sein Motorboot kostenfrei zur Verfügung gestellt hat,

Herr Andreas Hanakamp von Segelwelt.at, der uns sein Motorboot für die Veranstaltung zu einem Sonderpreis überlassen hat,

der Steirische Landes-Segelverband, der - wie immer - Medaillen zur Verfügung gestellt hat.

Sie alle haben ganz wesentlich zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen – wir danken herzlich!

Auf Seiten der Wettfahrtleitung bedanken wir uns nicht nur bei unserem langjährigen Partner Ing. Mag. Gert Schmidleitner, sondern auch bei seinen Assistentinnen Andrea Martens (auch als Obfrau der Jury)  und  Lisa Vrecer, den Bojenlegern Lisa Vrecer und Andreas Leeb (rotes Boot) sowie Peter Barnert und Ulli Reeh (zeitweise) (Festrumpfboot), und den hilfreichen Geistern an Bord des Startboots, Helmut Leykauf als Skipper und Ulli Reeh für die Organisation.

Die Anreise der Teilnehmer fand zwischen 20. und 25.10.2007 statt; einige Crews nahmen am unmittelbar vorher stattfindenden Business Cup teil und stießen erst kurz vor Beginn zum Feld.

Die beiden Trainingstage wurden von Arthur Thüringer fachmännisch geleitet. Für die (zeitweise) 17 teilnehmenden Mannschaften gab es tagsüber einige praktische Übungen, anschließend (bzw. am nächsten Morgen) eine Besprechung und ein Kurzseminar in Wettfahrttechnik. Die Teilnehmer äußerten sich sehr positiv über den Verlauf des Trainings, wir bedanken uns bei Arthur noch einmal ganz besonders!

Erster Wettfahrttag war dann der folgende Donnerstag. Um 1130 Uhr fanden sich 24 Skipper, Wettfahrtleitung und Organisatoren zum Briefing ein. Commodore Vrecer begrüßte die Teilnehmer und Regattaleiter „Blondl“ Schmidleitner gab die letztgültigen Segelanweisungen aus. Kurz darauf wurde abgelegt, 24 Elan 333, ein Schlauchboot, ein Feststoffboot und ein Motorboot Edership 39 "ASMO" als Startschiff nahmen südlichen Kurs, in den Kanal vor dem alten Stadthafen von Biograd. Das Startschiff ging bei freundlichem Wetter und leichten Winden (etwa 8 - 10 kn) südlich der Insel Sv. Katarina auf Position, die Bojen wurden im Dreieck ausgelegt, unmittelbar darauf wurde die erste Wettfahrt gestartet. 

Diese Wettfahrt verlief für die Steirer ausgezeichnet; die mit großem Vorsprung als Erste die Ziellinie passierende Medo I Zeko (Skipper Brauner) fiel mit OCS aus der Wertung, die folgenden Boote Kalhs, Maria Kotnig und Vrecer erreichten die Plätze 1, 2 und 3. Bei leicht zunehmendem Wind aus gleicher Richtung wurde die Bahn etwas verlängert, die ersten Plätze der Wettfahrt 2 gingen an Vrecer, Brauner und an Vorjahressieger Molnar mit Steuermann Bayer.  Auch für die dritte Wettfahrt hielt der Wind (etwas nachlassend), sodass bei beginnender Dämmerung alle Boote die Ziellinie querten, allen voran Vrecer, gefolgt von Molnar und Kargl. Bei Einbruch der Dunkelheit waren alle Boote wieder in der Marina Kornati, allerdings nicht alle am Steg 6, wie geplant und vereinbart. Nach einigen Gesprächen - und ohne Proteste - ging der schöne Segeltag zu Ende, einige Crews trafen sich noch im Marina-Restaurant zu einem Umtrunk.

Wie bereits gewohnt begann der zweite Wettfahrttag mit dem Frühstück ab 0715 im Marina-Restaurant, 0830 Briefing mit einigen Kommentaren und Anmerkungen des Wettfahrtleiters. Für diesen zweiten Wettfahrttag wurden stärkere Winde aus Südost prognostiziert - und Wettfahrtleiter Schmidleitner verlegte den Kurs folgerichtig auf eine Position nordwestlich von Babac, mit der Startlinie nahe dem Inselchen Skoljic - den langjährigen SCup-Teilnehmern ja bestens vertraut. Schon bei der Anfahrt zwischen Babac und Pasman ließ sich ein Südstrom von gut 3 kn erkennen.

An der Starposition angekommen wurden die Bojen ausgelegt, diesmal kein Dreieck, sondern Up 'n' Down, der zunächst schwache Wind begann etwas aufzufrischen. Pünktlich wurde nach Süden gestartet; zum allgemeinen Rückruf hat dann der Südstrom das Seine beigetragen. Mit India wurde unmittelbar darauf der Start wiederholt - leider für einige der hohen Favoriten zu rasch: Molnar, Vrecer, Mayr teilten sich noch vor dem Schuß eine Position vor der Linie und fielen - alle drei nach ausgezeichneten Fahrten - mit OCS aus der Wertung. Brauer kam als souveräner Erster ins Ziel, Maria Kotnig (2) und Zech (3) waren Nutznießer der OCS.

Zur fünften Wettfahrt frischte der Wind auf 15 bis 18 kn auf, das Wetter wurde unfreundlicher, der Himmel wolkenverhangen, mit leichtem Nieseln. Mit Energie ging es wieder an den Start, zum Teil mit etwas zuviel Energie und daraus resultierenden "Reibereien". Der etwas stärkere Wind forderte die Leistungen unter Spinnaker heraus, und einige Crews kämpften dann am Ende der Wettfahrt auf dem Halbwindkurs zum Zieleinlauf gewaltig mit Ruder und Spinnaker - insbesondere gegen das Zielboot - und eine Crew brachte es quasi zur Strecke! Die Plätze dieser spannenden Fahrt teilten sich Molnar (1), Kargl (2) und Styblo (3).

Hier eine spannende Fotoserie vom Zieleinlauf unter Spinnaker - von Brigitte Tiefenthaler - vielen Dank!

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Mit kleinen Schäden waren dann 3 Boote ausgefallen, andere ohne Spinnaker sozusagen "gestutzt", der Start zur sechsten Wettfahrt verlief "reibungslos", der Wind ließ etwas nach, und bis etwa 1600 Uhr erreichten alle Boote die Ziellinie, führend wieder Favorit Molnar vor Kargl (2) und Zech (3). 

Die Zwischenwertung nach 6 Wettfahrten führte - wie erwartet - Vorjahressieger und Favorit Molnar (11 Pkte) vor der überraschenden Zweiten, Maria Kotnig (17 Pkte) und Kargl (19 Pkte). Auf Platz 4 Brauner (25 Pkte), gefolgt von Vrecer (26 Pkte), der trotz OCS (1. WF) und zwei Wettfahrten ohne Spinnaker noch immer an 5. Position lag. Bis zum 9. Platz im Zwischenklassement betrug der Unterschied nur 18 Punkte - für die letzte Wettfahrt eine spannende Ausgangssituation!

Am Abend gab es dann Grillspezialitäten im Restaurant, die eher müden Crews verteilten sich bald wieder auf ihre Boote.

Auch am dritten Wettfahrttag gab es das gewohnte Frühstück, danach das Briefing mit WFL Schmidleitner, wieder mit wahrscheinlichen Wetterprognosen. Hatte der Wettfahrtleiter am zweiten Tag nach der Prognose (die dann ja nicht ganz stimmte) das Wettfahrtgebiet gewählt, so entschloss er sich am dritten Tag, nicht der Prognose sondern seiner langjährigen Erfahrung zu folgen und legte den Up 'n' Down-Kurs von der Marina-Einfahrt bis nach Filip-Jakov. Nach einigem Warten in der Hersbstsonne kam der von ihm erwartete Nordwestwind und gegen 1100 Uhr wurde wie Wettfahrt gestartet. Die Winde blieben schwach (7 - 10 kn), ein Südstrom bei wenig Winde erzeugte eine gewisse Enge und machte die Luvboje zu einem entscheidenden Kriterium. Nach drei Runden gab es ein - zumindest zum Teil - nicht ganz erwartetes Ergebnis: Bernd Mayr (mit der Jugend-Crew des NCA) als Erster, gefolgt von Altmeister Brauner und Überraschungsboot Maria Kotnig. Damit ist das bis zum Schluß spannende (und offene) Rennen zu Ende, das Ergebnis ist fixiert.

Es gewinnt die Crew der Nena, Skipper und Steuerfrau Maria Kotnig (schlechtester Platz und Streicher Platz 6 in WF 6) mit 20 Punkten vor Molnar (24 Pkte) und Brauner (27 Pkte). Der Punkteunterschied der folgenden Plätze 4 bis 9 beträgt nur 5 Punkte, für alle diese Boote wäre eine Position unter den ersten drei keine Überraschung gewesen.

Auf eine separate Damenwertung mußte heuer verzichtet werden, da nur eine einzige Damen-Crew (Viktoria Kotnig auf Passat, Platz 11) angetreten war.

Mit der Siegerehrung konnte dann nach 7 wirklich schönen Wettfahrten um etwa 1600 im Marinarestaurant in Biograd begonnen werden. Klaus Vrecer, Commodore des NCA, bedankte sich bei Teilnehmern, Wettfahrtleitung, Gastgebern und Sponsoren für die gelungene Veranstaltung und führte im Anschluss gemeinsam mit Wettfahrtleiter Schmidleitner die Siegerehrung durch.

Gesamtsieger des SCup 2007 wurde die Crew Maria Kotnig (NCA) auf Nena, Rang zwei erreichte der Vorjahressieger Karl Molnar mit Steuermann Christian Bayer, Dritter wurde Christian Brauner. Die Steirische Landesmeisterschaft Hochsee 2007 ging an die Crew Maria Kotnig, die Plätze gingen an Bernd Mayr (NCA) und Hans Kalhs.

Am Ende der Siegerehrung ergriff Organisationsleiter Bernhard Kotnig noch kurz das Wort. 

Derzeit ist der SCup die Veranstaltung mit der größten "Einheitsklasse" - leider werden es immer weniger Boote. Allerdings ist der Reiz der "Einheitsklasse" (auch wenn es natürlich Unterschiede zwischen den Booten gibt) unbestritten. Eine Änderung der Organisation auf Vermessung/Yardstick wird es beim SCup nicht geben, einen SCup, solange mindestens 20 gleiche Boote verfügbar sind, Segelfreunde sich dafür begeistern und mitmachen - und solange es für den veranstaltenden Club, den NCA, finanziell möglich ist.

Nach Ende des gemeinsamen Buffets verabschiedeten sich einige Crews, andere verbrachten noch einen gemütlichen Abend und verließen Biograd am Sonntag Vormittag.

In einigen Gesprächen während und nach der Veranstaltung wurde von mehreren Teilnehmern eine Zusage für 2008 gemacht, sofern die Veranstaltung in gleicher oder ähnlicher Form durchgeführt wird.

Allen Teilnehmern danken wir herzlich für die positive Einstellung und den sportlichen Einsatz - wir freuen uns auf nächstes Jahr!

Der 24. SCup findet vom 23.10. bis 25.10.2008 in Biograd statt. Die Wettfahrtleitung wird wieder von Mag. Schmidleitner durchgeführt, es wird wieder eine Einheitsklasse mit Spinnaker starten. Die Anmeldung wird ab ca. Mitte Februar 2008 per Internet (www.nca.at) möglich sein.

Spinnaker Spinnaker Spinnaker Spinnaker Spinnaker
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knapp knapp knapp knapp - zum Ziel Enge