Der NCA Stander

Prüfungswesen

Stand: Version 6.1, rz 2016, nach Rechtswirksamkeit von SeeSchFVO Änderung 2015 und JachtPrO 2015; nach ersten Erfahrungen mit Theorieprüfungen.

 

Das Wichtigste zuerst - ab 1.1.2016 ist alles anders.

Diese elementare Tatsache gilt nun seit etwa 2008 für jedes zweite bis dritte Jahr. Aufgrund von üblen Techniken und Missinterpretationen einiger "autorisierter Prüfungsorganisationen" hat sich die Behörde gezwungen gesehen, eine vollständige Prüfungsordnung - mit allen detaillierten Vorgaben - für Ablauf, Nachweise, Lernziele, Kartenarbeiten und Prüfungsfragen als Verordnung zu entwickeln und zu veröffentlichen. Es waren verschiedene Autoren (kurz "Z") am Werke.

Hier ein kurzer Abriss der wesentlichen Änderungen zum Download als .pdf.

Für die Zulassung zur theoretischen Prüfung sind keine Nachweise erforderlich (war schon bisher so).

Die Anmeldung zur Theorieprüfung wird vom Veranstalter für alle potentiellen Teilnehmer gemeinsam durchgeführt, etwa 4 Wochen vor dem geplanten Prüfungstermin. Dazu ist aber eine Anmeldung (mit allen notwendigen Daten) beim Veranstalter notwendig. Einen Link zu geplanten Prüfungen finden Sie hier (falls Termine in Planung sind).

Für die Zulassung zur praktischen Prüfung sind ab 1.1.2016 folgende Nachweise zu erbringen (gilt nicht für FB4):

Sämtliche Erfahrung muss auf einer entsprechenden Segeljacht gemacht worden sein, sie muss eine entsprechende Zulassung besitzen.

bullet18 Tage auf See (Es gelten "volle Tage")
bullet500 Meilen auf See
bullet3 Nachtfahrten mit je mindestens einer Nachteinsteuerung

 

SeeschFVO, i.d.F. 2015
§ 202 Abs. 5 (Auszug) - notwendige praktische Erfahrung ist nachzuweisen ...
6. für die Küstenfahrt für Segeljachten durch 500 Seemeilen und 18 Bordtage;

weiters

JachtPrO, § 14, Seemännische Praxis und Seefahrterfahrung
S
eemännische Praxis und Seefahrterfahrung
§ 14.
(1) Die seemännische Praxis und Seefahrterfahrung gemäß § 202 Abs. 5 SeeSchFVO ist jeweils getrennt für Segeljachten und für Motorjachten (§ 8 Abs. 9) zu erbringen und hat mindestens folgende Erfahrungsnachweise zu beinhalten:
1. für den Fahrtbereich 1: eine Nachtfahrt mit einer Nachtansteuerung;
2. für den Fahrtbereich 2: drei Nachtfahrten mit je einer Nachtansteuerung;
 ......

Diese Erfahrung ist recht einfach zu machen, der Nachweis allerdings ist nicht einfach zu erbringen. Die Nachweise werden formal und auf Plausibilität überprüft, es ist jetzt ein übertriebenes Schwergewicht darauf gelegt - manche Organisationen werden wissen, warum. Jedenfalls sind die Vorschriften ganz genau einzuhalten, Abweichungen (und Aufweichungen) werden nicht (mehr) akzeptiert.

SeeschFVO, i.d.F. 2015
§ 202 Abs. 5 (Auszug)
(5) Die seemännische Praxis und die Seefahrterfahrung gemäß Abs. 1 Z 3 sind unter Berücksichtigung des Fahrtbereichs,
der Art (Motor- oder Segeljacht) und Größe der Jacht und deren Bedienung und Führung bei Tag und bei Nacht mittels Logbuchs,
vom Schiffsführer unterfertigter auszugsweiser Abschrift des Logbuchs oder sonstiger logbuchähnlicher Aufzeichnungen nachzuweisen

Offen ist die Frage, was mit Nachweisen aus der Vergangenheit geschehen wird. Für diese gelten die Bestimmungen, die damals gegolten haben. Aber im Bereich Segeln (ÖSV) waren einfache Seemeilenbestätigungen nie ausreichend.

Jedenfalls gilt für ALLE Törns, die nach dem 25. Juni 2015 absolviert wurden:

Der Nachweis ist mittels Logbuch oder logbuchähnlicher Aufzeichnungen zu erbringen. "Logbuchähnlich" ist in der JachtPrO, § 8, Abs (8), detailliert definiert:

JachtPrO, § 8, Abs (8)

Als logbuchähnliche Aufzeichnungen gemäß Abs. 1 gelten Aufzeichnungen mit folgenden Mindestinhalten:

bullet

1. die für die Fahrt maßgeblichen meteorologischen und navigatorischen Angaben (z. B. Kurse, Positionen, zurückgelegte Strecken, Wetterbeobachtungen einschließlich Windrichtung und
-stärke, Gezeiten);

bullet

2. zusammenfassende Angaben über die Fahrt, insbesondere den Zeitpunkt der Abfahrt und der Ankunft sowie Fahrtunterbrechungen und umfangreichere Manöver (Wechsel der Antriebsart, Segelwechsel);

bullet

3. Angaben über die Crew und deren Aufgaben;

bullet

4. gegebenenfalls Angaben über Unfälle bzw. Havarien unter genauer Beschreibung des Hergangs und aller Einzelheiten;

bullet

5. Angaben über sonstige wichtige Ereignisse und Maßnahmen.

Seemeilenbestätigungen sind zum Nachweis nicht geeignet.

In der JachtPrO werden „Verschärfungen“ zu den in der SeeSchFVO vorgeschriebenen Praxisnachweisen gemacht, Nachteinsteuerungen und Überfahrten. Diese sind in der Verordnung § 14. Seemännische Praxis und Seefahrterfahrung, Abs. (2) detailliert definiert:

(2) Gemäß Abs. 1 gelten als:

bullet

1. Überfahrt: eine Fahrt in annähernd gerader Linie zwischen zwei Häfen, bei denen die gerade Verbindung eine Strecke von mindestens 20 Seemeilen außerhalb des Fahrtbereichs 2 beinhaltet;

bullet

2. Nachtansteuerung: eine Fahrt oder ein Teil einer Fahrt, bei der ein Liegeplatz mehr als zwei Stunden nach Sonnenuntergang, jedoch nicht später als zwei Stunden vor Sonnenaufgang erreicht wird;

bullet

3. Nachtfahrt: Fahrt zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang mit einer Dauer von mindestens drei Stunden;

bullet

4. Gezeitenrevier: ein Küstengebiet, in dem der Tidenhub bei Nippzeit mindestens zwei Meter beträgt.

Die Logbücher/logbuchähnlichen Aufzeichnungen müssen in Kopie oder als "elektronische" Kopie (zB .pdf) vorliegen; sie werden elektronisch gespeichert und mehrere Jahre für eine Nachschau zur sofortigen Verfügung gehalten. Ein "Nachbringen" ist nicht möglich.

Aber das ist noch nicht alles: Wird ein Logbuch (bzw. eine Kopie, logbuchähnliche Aufzeichnungen) als Nachweis eingereicht, so muss eine Art Deckblatt ("Anlage 5" oder ein bisschen besser verwendbar: NdsPuS) dazugeliefert werden, etwas, wie die früheren (ausführlichen) Meilenbestätigungen, allerdings in stark übertriebener Form:

JachtPrO, § 12, Abs (2)
Prüfungszulassung - Antrag
§ 12. (1) Österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, andere Personen mit Hauptwohnsitz im Inland, können die Zulassung zur Prüfung bei einer Prüfungsorganisation mit Mindestinhalt nach Muster gemäß Anlage 4 unter Beilage der Nachweise gemäß § 202 SeeSchFVO, hinsichtlich der seemännischen Praxis und Seefahrterfahrung mit Mindestinhalt nach Muster gemäß Anlage 5 unter Beilage der Nachweise gemäß § 202 Abs. 5 SeeSchFVO mittels Logbuchs, vom Schiffsführer unterfertigter auszugsweiser Abschrift des Logbuchs oder sonstiger logbuchähnlicher Aufzeichnungen gemäß § 8 Abs. 8, wobei für die Praxis für Segeljachten und für die Praxis für Motorjachten verwendete Jachten jeweils den Anforderungen gemäß § 8 Abs. 9 entsprechen müssen, beantragen.

Jedenfalls können Meilen (ab 1.1.2016) nur eingereicht werden, wenn dazu eine "Anlage 5" existiert. Dabei ist die Form zwar "im Prinzip" frei, aber sämtlicher Text, der in der "Anlage 5" erscheint, MUSS identisch und vollständig auch in eventuell selbst kreierten Formularen (= NdsPuS) aufscheinen. Zu beachten ist dabei, dass unbedingt die Originalunterschrift des Schiffsführers oben sein muss. Das heißt:

Ab 1.1.2016 gibt es keine Meile ohne "Anlage 5/NdsPuS". Und bitte - ohne "Anlage 5/NdsPuS" gar nichts mehr einreichen, es GILT NICHT.

Natürlich gibt es noch weitere Formulare:

Informationen über die Zulassung zu Prüfungen
Bundesgesetz über die Seeschifffahrt 
(Seeschifffahrtsgesetz - SeeSchFG)
BGBl. Nr. 174/1981, i.d.F. BGBl. I Nr. 46/2012
SeeschFG (BGBl)   -   gesamte Rechtsvorschrift 29.12.2012
Verordnung über die Seeschifffahrt 
(Seeschifffahrts-Verordnung – SeeSchFVO)
BGBl. Nr. 189/1981, i.d.F. BGBl. II Nr. 169/2012
SeeSchFVO (BGBl) -   gesamte Rechtsvorschrift 29.12.2012
169. Verordnung des Bundesministers für Verkehr, Innovation und Technologie, mit der die Seeschifffahrts-Verordnung geändert wird
BGBl. II Nr. 169/2015
SeeSchFVO (BGBl) -   Änderung vom 15.6.2015 15.6.2015
170. Verordnung des Bundesministers für Verkehr, Innovation und Technologie, mit der eine Prüfungsordnung für private Befähigungsausweise, auf deren Grundlage Internationale Zertifikate für die Führung von Jachten ausgestellt werden sollen, erlassen wird (Jachtführung-Prüfungsordnung – JachtPrO)
BGBl. II Nr. 170/2015
JachtPrO (BGBl) 15.6.2015
Anlage 5 - Nachweis der seemännischen Praxis und Seefahrterfahrung Anlage 5 - notwendiges Beiblatt für JEDEN Törn 15.6.2015
NdsPuS - die eigene (anwenderfreundliche) Variante der Anlage 5 NdsPuS  -  NdsPuS (excel) 8.3.2016
Anlage 2 - Prüfungsbericht Anlage 2 15.6.2015
Anlage 3 - Lernzielkatalog - 33 interessante Seiten (von Z) Anlage 3 - Lernzielkatalog 15.6.2015
Anlage 3a - Anforderungen an die Theorieprüfung (von Z) Anlage 3a - Theorieprüfung 15.6.2015
Anlage 3b - Anforderungen an die Praxisprüfung (von Z) Anlage 3b - Praxisprüfung 15.6.2015
Anlage 4 - Antrag auf Prüfungszulassung original JAchtPrO Anlage 4 - Antrag auf Prüfungszulassung 15.6.2015
Anlage 4 - Antrag auf Prüfungszulassung Variante WSVO (bevorzugt) Antrag Zulassung JachtPrO - WSVO 12.3.2016
     
Liste notwendiger Unterlagen für Praxis-Zulassung   11.3.2016
Umfang der notwendigen Praxis und Erfahrung aktuell nach JachtPrO 2015 16.12.2015
Packliste FB2 Was brauche ich jetzt genau für FB3? 16.12.2015
Packliste FB3 Was brauche ich jetzt genau für FB3? 16.12.2015
Packliste FB4 Was brauche ich jetzt genau für FB4? 16.12.2015
Gültige Form des Nachweises von Praxis und Erfahrung Jetzt - und früher? 29.12.2012
Formular - Liste der Nachteinsteuerungen Raster zum Eintragen der Nachteinsteuerungen (+ Vorgaben) 15.1.2016
Kostenbeitragsblatt Kostenbeitragsblatt  21.12.2012
Törnliste FB2 FB2    Aufstellung der konformen Törns, die verwendet werden sollen bk vs42, 11.3.2016
Törnliste FB3 FB3    Aufstellung der konformen Törns, die verwendet werden sollen bk vs42, 11.3.2016
Beschreibung 50-Stunden-Törn Formular zur nachvollziehbaren Angabe des 50-Stunden-Törns Dezember 2015 - JachtPrO 2015 (NEU)
     
Praxis-Anforderungen -
        aber rechtlich gültig ist die absurde Liste nach Anlage 3b
Hinweise zur praktischen Prüfung - Was erwartet mich? - Kann man auch durchfallen? 1.8.2013 (v10)

Wie gehe ich vor, um mich anzumelden?  - Achtung, derzeit nicht ganz aktuell - kommt, wenn die ersten praktischen Fehler aufgetreten sind.

bulletSchritt 1: Kontrollieren, ob alle Voraussetzungen (insbesonders die Praxis) erfüllt sind. Die Theorieprüfung gilt genau 24 Monate, dann verfällt sie.
bulletSchritt 2: Zusammensammeln aller Unterlagen nach der Liste notwendiger Unterlagen.
bulletSchritt 3: Kontrollieren, ob die Praxis-Nachweise in gültiger Form vorliegen (inkl. NdsPuS, oder früher "Törnzusammenfassung" bei Abgabe von Logbuch/Kladde).
bulletSchritt 4: Alle Törns exakt in die entsprechende Liste in der Törnliste FB2 oder FB3 eintragen - UND die Namen der Skipper anführen!
bulletSchritt 5: Kontakt mit dem NCA aufnehmen, Prüfungstermine bestätigen, ev. zum Praxistörn anmelden (und Koje bezahlen).
bulletSchritt 6:  Antrag auf Zulassung fertig ausfüllen und mit der Unterschrift bestätigen, dass ....
bulletSchritt 7: Prüfungsgebühr von derzeit  € 60,-- überweisen an NCA - (Kostenblatt  -  NCA-Konto)
bulletSchritt 8: Unterlagen (lt. Liste) rechtzeitig (spätestens 4 Wochen vor der Prüfung) in geeigneter Form an den NCA übermitteln.
bulletSchritt 9: Kontrollieren, ob kein Nahverhältnis zum Prüfer besteht - ev. Namen des Prüfers nachfragen!

 

Genügt es, wenn ich die folgende Frage- und Antwortliste durcharbeite, oder kommt noch mehr?

Diese folgende Frage- und Antwortliste soll Ihnen ermöglichen, Ihre Prüfungsvoraussetzungen zu kontrollieren und die entsprechenden Anträge samt notwendigen Nachweisen zu stellen. Es gibt Fälle, in denen Teilnehmer aufgrund der Informationen DIESER Seite selbstständig und fehlerfrei die Anträge zur Zulassung stellen und alle notwendigen Nachweise vorschriftskonform beibringen. Jedenfalls sollten die Informationen aber ermöglichen, dass Sie große Teile der Voraussetzungen kennen und die Nachweise selbstständig beibringen - oder zumindest bereits gezielte Fragen stellen können. Aber Achtung: Hier wird nur die administrative Abwicklung beschrieben, zusätzlich müssen Sie noch den Stoff lernen.

Wie kann ich die Unterlagen geeignet an den NCA übermitteln?

Alle Unterlagen sollten in Form von .pdf-Dokumenten elektronisch übermittelt werden. Dabei können die Dokumente per eMail an
[segeln @ nca . at] (betreff: "[Anmeldung Praxis]")
geschickt werden, oder per ftp. Im Falle von ftp müssen die gültigen Zugangsdaten aktuell per eMail von [segeln @ nca . at] (betreff: "[Anmeldung Praxis ftp]") erfragt werden.

Welches Format ist zur elektronischen Übermittlung geeignet?

Bevorzugt werden .pdf-Dokumente, GreyScale, 200 dpi oder 300 dpi - Farbe bitte bei Originalunterschriften (Anmeldung, Attest, Fahrtnachweis), aber nicht schwarzweiß. Leserliche .jpeg- oder .bmp-Dokumente (gleiche Auflösung) sind ebenfalls möglich, .tiff-Dokumente sind aufgrund der Größe meist nicht geeignet.

Gibt es Namenskonventionen?

Ja - wünschenwert ist eine Namens-Struktur: NNNNNNNNNNN_V_DocType.pdf;
NNNNNNNNN: Nachnamen, max. 10 Zeichen; V Vornamen, 1. Buchstabe; _pxAnm_, als Unterscheidungsmerkmal; DocType DokumentenTyp, jedoch abgekürzt, zB. 
Mayer_X_pxAntrag_.pdf        (200pix, col)
Mayer_X_Theorienachweis.pdf    (200pix, gs)
Mayer_X_KFZ-FS.pdf                (200pix, gs/col)
Mayer_X_FarbAttest.pdf            (200pix, col)
Mayer_X_RP.pdf            (200pix, gs/col)

Die Zusammenfassung mehrerer Dokumente in ein .pdf wäre ebenfalls wünschenswert.

Warum brauche ich ein Antragsformular, eine Törnzusammenfassung, Seemeilenbestätigungen, ...

Im Seeschifffahrtsgesetz, in der Seeschifffahrts-Verordnung und in der JachtPrO sind Umfang der notwendigen Praxis-Erfahrung und Art des Nachweises exakt geregelt. Diese Nachweise müssen vom Veranstalter kontrolliert und archiviert werden. Der dazu notwendige Aufwand ist erheblich. Die Verwaltung muss so geschehen, dass auf Nachfragen seitens Behörde/Prüfungsorganisation sofort reagiert werden kann. Dazu ist eine Strukturierung der Daten notwendig.

Wofür diese "Bestätigungen" auf dem Antragsformular?

Der Veranstalter kontrolliert, ob die eingereichten Unterlagen formal entsprechen und muss darüber Nachweis führen. Die volle Verantwortung über die Echtheit und Richtigkeit der Unterlagen trägt immer der Antragsteller. Dies wird mit der Unterschrift bestätigt.

Muss ich ich unbedingt ein Logbuch (bzw. eine Brückenkladde) in Kopie einschicken?

Ab 2012 (Seeschifffahrtsgesetz 2012, Seeschifffahrts-Verordnung 2012)  JA...in - Der Fahrtnachweis der WSVO kann auch anerkannt werden.
Ab 26.6.2015 (SeeSchFVO, JachtPro 2015)
JA

 

Was für eine Bedeutung hat eine Seemeilenbestätigung für mich?

Mit der Abgabe einer Seemeilenbestätigung bestätigt der Antragsteller gleichzeitig, dass die Angaben der Seemeilenbestätigung der Wahrheit entsprechen und dass auf Nachfrage weitere Unterlagen (Logbuch/Kladde, Wachliste, Crewliste, ..) kurzfristig beigebracht werden können. Das Abgeben einer Seemeilenbestätigung, zu der kein Logbuch existiert, kann nicht empfohlen werden. Zur Anmeldung reicht eine Seemeilenbestätigung allein NICHT aus. Ab 26.6.2015 sind Meilenbestätigungen unnötig, weil sie durch (die zwingende) Anlage 5 ersetzt werden.

Was hat es denn mit diesem "Fahrtnachweis" auf sich?

Laut Gesetz ist eine "logbuchähnliche" Aufzeichnung zum Nachweis der praktischen Erfahrung ausreichend (gewsen!). Gemeint ist hier natürlich, dass die Route des Bootes EINDEUTIG (und einfach) nachvollzogen werden kann - darum geht es hier. Da viele "Logbücher" sehr übel geführt werden und dann trotzdem anerkannt, wird ein "Fahrtnachweis", der die Route im Detail darstellt, ebenfalls anerkannt. Wichtig ist hier aber, dass sowohl Skipper wie auch Einreicher eidesstattlich erklären, dass die Inhalte Tatsachen sind und dies mit originaler Unterschrift bestätigen.

Können Seemeilenbestätigungen/Fahrtnachweise auch abgelehnt werden?

Ja! Wenn notwendige Daten fehlen, können Seemeilenbestätigungen nicht angenommen werden. Viele Bestätigungen sind von der Form: 
Frau/Herr Xxx hat vom dd.mm.yy bis dd.mm.yy 1.000 sm erfolgreich zurückgelegt. 
Solche "Bestätigungen" bitte gar nicht einschicken, sie werden NICHT akzeptiert!

Was kann ich tun, wenn ich nur eine "Seemeilenbestätigung" habe?

In einem solchen Fall ist irgendwie eine Logbuchkopie / ein Fahrtnachweis zu beschaffen.

Logbuch, logbuchähnlich? Was soll denn das? Genügt das tägliche Gasthaus nicht?

Aus dem Logbuch müssen sich für jeden Zeitpunkt der Fahrt die Position des Boots ablesen lassen, die Teilnehmer, die Bootsdaten, die zurückgelegten Meilen. Wenn das nicht möglich ist, dann kann die Aufzeichnung als Nachweis nicht anerkannt werden. Der Gesetzgeber hat in der JachtPrO § 8 Abs (8) detailliert vorgeschrieben, was "er" als Inhalt mindestens erwartet. Alles das muss einfach ablesbar sein. Aber es gibt noch mehr Kriterien:

Für FB3 sind 500 Meilen als Skipper notwendig. Die Funktion als Skipper muss aus dem Logbuch (oder der beiliegenden Crewliste) hervorgehen.

Für FB3 ist eine kleine "Langfahrt" notwendig. Die Daten dieser notwendigen "Langfahrt" müssen sich einfach im Logbuch finden lassen. Es ist nicht Aufgabe der Behörde/Prüfungsorganisation, einen eingereichten Törn nachzuzeichnen um die Erfüllung der Bedingungen zu prüfen. Am besten deshalb eine "Langfahrt-Bestätigung" beilegen.

Ich bin FB3-fähig, aber mir fehlen ein paar Meilen außerhalb des FB2 - was kann ich tun?

Ab JachtPrO 2015 sind die Erfahrungen für FB3 nicht Zulassungsvoraussetzung für die Praxisprüfung. Man kann ohne die "Mini-Langfahrt" zur Praxisprüfung antreten. Eine Ausstellung ist allerdings nur nach Vorlage aller Nachweise möglich.

Ich bin FB3-fähig, aber ich war noch nie als Skipper unterwegs - was kann ich tun?

Ab JachtPrO 2015 sind die Erfahrungen für FB3 nicht Zulassungsvoraussetzung für die Praxisprüfung. Man kann ohne die Skippermeilen zur Praxisprüfung antreten. Eine Ausstellung ist allerdings nur nach Vorlage aller Nachweise möglich.

Wie soll ich zu den Skippermeilen kommen, bevor ich den Schein habe?

Die Idee hinter der jetzigen Regelung war, dass der Einsteiger zuerst FB2 macht, dann seine Meilen skippert, und dann - wenn ihm die Freude noch nicht vergangen ist - mit Upgrade auf FB3 aufrüstet. Allerdings kommen auch "Fortgeschrittene" hierher, nicht nur Einsteiger. In machen Ländern gibt es keine Führerscheinpflicht. Dort muss man aber meist einen Meilennachweis vorlegen oder dem Bootseigner/Vercharterer vorführen, was man kann. In den skandinavischen Ländern ist das so (zumindest gewesen). Einfach wäre auch der Erwerb eines kroatischen Voditelj Brodice, mit dem sich in Kroatien Urlaubsboote chartern lassen. Auf diese bequeme und angenehme Weise lassen sich dann auch die notwendigen 500 Skippermeilen vor der Ausstellung eines FB2-Ausweises erwerben.

Ich bin FB3-fähiger FB2-Skipper mit ausreichend Erfahrung; wie komme ich endlich zum FB3-Schein?

Laut JachtPrO 2015 kann im Rahmen einer FB3-Theorieprüfung auf die Überprüfung von Theoriestoff-Modulen, die bereits in der FB2-Prüfung geprüft wurden, verzichtet werden. Damit reduziert sich die FB3-Prüfung auf den FB3-Teil der Theorie. Ob nun eine FB3-Praxisprüfung (die es laut Gesetz gibt, die aber gleich ist, wie FB2) absolviert werden muss, ist derzeit noch unklar. Hier finden Sie einen Versuch, die verfahrene Situation zu beleuchten: Vom FB2 zum FB3.

Wann ist der allerallerletzte Zeitpunkt, an dem meine 499. Seemeile fertig gefahren sein muss?

Grundsätzlich sind die praktischen Voraussetzungen VOR BEGINN der (praktischen) Prüfung zu erfüllen. Die Nachweise müssen aber zur Zulassung zur (praktischen) Prüfung (rechtzeitig davor) eingereicht werden. Dies dient auch dazu, dass diese Nachweise überprüft und archiviert werden können. Haben Sie zu diesem Zeitpunkt die 500 Meilen noch nicht beisammen, dann können Sie im Antrag einen "gebuchten" Törn anführen und erhalten die Zulassung VORBEHALTLICH der Tatsache, dass Sie dem Prüfungsobmann VOR Beginn der praktischen Prüfung einen geeigneten schriftlichen Nachweis über die Absolvierung der beim Antrag noch mangelnden Erfahrung übergeben; aber es sind nur "Erfahrungsreste" erlaubt, die auf den unmittelbar der Prüfung vorausgehenden Übungstagen gemacht werden.  Diese Unterlagen müssen dann dem Prüfungsprotokoll beigefügt werden. Wenn also der Prüfer um 07:00 das Boot betritt und die Prüfung eröffnet, dann können Sie 5 Minuten vorher angelegt haben und die 500. Meile gefahren sein. Im Rahmen der Prüfungsvorbereitung sollten 30 fehlende Meilen leicht nachzuholen sein, 300 aber nicht.

Warum muss ich denn jetzt bei einer FB3-Upgrade-THEORIE-Prüfung für die Zulassung Praxis-Nachweise liefern?

Nein, das gibt es nicht mehr. Die Nachweise für FB3
48 Tage auf See
1.500 Meilen auf See
500 Meilen als Skipper
Überfahrt 50 Stunden
5 Nachtfahrten mit Ansteuerung

müssen erst mit dem Antrag auf Ausstellung des Befähigungsausweises geliefert werden.

Eigentlich wollte ich FB3 machen, aber es ist doch etwas kompliziert. Kann ich mich auf FB2 rückstufen lassen?

Der letzte Anmeldetermin zu einer Theorieprüfung liegt - aus verständlichen abwicklungstechnischen Gründen - 21 Tage vor dem Prüfungstermin - allerdings einlangend bei der Prüfungsorganisation. Wenn der Teilnehmer sich für FB3 angemeldet hat, dann aber sieht, dass es nicht mehr zu schaffen ist, kann er VOR Beginn der Prüfung beim Prüfungsobmann formlos den Antrag auf Rückstufung stellen. Er erhält dann im Zuge der Prüfung nur die Prüfungsaufgaben für FB2 - damit ist er FB2-Kandidat und der Fall ist - administrativ - für ihn erledigt. Nach Prüfungsbeginn ist eine Rückstufung jedenfalls ausgeschlossen.

Derzeit ist es so: Wird mit einer FB3-Prüfung begonnen, so bleibt der Kandidat FB3-Kandidat; dies heißt auch, dass bei einem negativen Ergebnis in den FB3-Modulen die eventuell positiv erledigten FB2-Module (Fragen, Karte) NICHT für die Ausstellung eines positiven FB2-Protokolls verwendet werden können! Der umgekehrte Weg, nämlich sich FB2 anzumelden, dies positiv zu erledigen, und dann, in einer weiteren Theorieprüfung - vor der Praxis - die FB3-Theorie-Module zu absolvieren, ist aber möglich. Dann müssen aber 2 verschiedene Prüfungen angemeldet werden, FB2 am Vormittag, FB3 am Nachmittag. Und dann gibt es keine Abmeldung mehr.

Wie weise ich nach, dass ich rot und grün wirklich unterscheiden kann, und warum überhaupt?

Die Unterscheidung der Farbe von Leuchtfeuern und Bootsgegnern, aber auch von Seezeichen, sowohl in der Natur, als auch in den Unterlagen, muss rasch und zweifelsfrei möglich sein. Laut Gesetz muss daher zur Zulassung zur (praktischen) Prüfung (das heißt VORHER) die Farbsichttauglichkeit nachgewiesen werden. Dies ist möglich mit einer ärztlichen Untersuchung (Formular); Kfz-Führerscheinbesitzer, die ihre Prüfung vor dem 1. November 1997 abgelegt haben, wurden damals schon getestet, deshalb würde auch ein solcher Kfz-Führerschein als Nachweis dienen. Bei einer Neuausstellung ist das Erstausstellungsdatum auf der Rückseite eingedruckt, deshalb muss auch die Rückseite kopiert und eingereicht werden.

Erste Hilfe auf See - warum brauche ich das, wie weise ich meine Fähigkeiten nach?

Im Seeschifffahrtsgesetz und in der Seeschifffahrts-Verordnung ist der Nachweis über die Ausbildung in Maßnahmen der Ersten Hilfe klar vorgeschrieben. Zur Ausstellung des Befähigungsausweises muss der Nachweis erbracht werden. Den Originaltext finden Sie hier auszugsweise. Als Nachweis dient die offizielle Teilnahmebestätigung an einem 16-stündigen Kurs. Wer dies offiziell ausbilden darf finden Sie hier. Natürlich gibt es Ausnahmen - wenn jemand Arzt oder Sanitäter oder ... ist, dann braucht er eine solche Bestätigung nicht - wer genau, finden Sie auch hier.

Nahverhältnis zum Prüfer  -  was ist denn das schon wieder?

Laut Gesetz - aber auch nach den (selbstverständlichen) Standesregeln für Prüfer, darf ein Prüfer nicht einmal den Anschein der Befangenheit (eigentlich des Befangenseins) erwecken. So etwas liegt vor, wenn der Prüfer Ausbilder, Ausbildungsskipper, oder einfach nur Skipper eines Kandidaten ist (war). Deshalb muss der Prüfer vorab eine Kandidatenliste bekommen; aber noch sicherer ist der umgekehrte Weg: Ab Herbst 2013 müssen die Teilnehmer rechtzeitig den Namen des Prüfers erfahren. Falls Sie ihn nicht wissen - bitte fragen Sie nach! Und ab Herbst 2013 müssen Sie im "Ansuchen ..." auch die vollständigen Namen Ihrer Skipper verzeichnen. - Ach ja, und wenn Sie mit dem Prüfer verwandt, verschwägert, befreundet sind, wirtschaftlich oder moralisch abhängig in irgendeiner Weise - dann darf dieser Prüfer Sie auch nicht prüfen.

Kann man bei der Praxis-Prüfung durchfallen? Was erwartet mich?

Ja, man kann durchfallen. Meist scheitert es aber an elementaren Dingen, nicht an spitzfindigen Manövern. Hier ein paar Ideen zur praktischen Prüfung.

Kann man alles über eMail abwickeln? Was soll ich mit den Fotos machen?

Grundsätzlich ist bei normalen Anmeldungen (das heißt alle Voraussetzungen sind erfüllt, alle Gebühren bezahlt) fast alles über eMail/Internet abwickelbar. Wie Sie den Befähigungsausweis nach erfolgreich abgelegter Prüfung erhalten sehen Sie hier. Und wenn Sie dann auch ein IC haben wollen, der Antrag ist hier.

Was ist das "IC", was hat es damit auf sich?

Das "IC" (International Certificate) heißt eigentlich "International Certificate for Operators of  Pleasure Craft". Dieses Internationale Zertifikat basiert auf der UNO-Resolution 40, die von der 
                Economic Commission for Europe, Inland Transport Committee, Working Party on Inland Water Transport
ausgearbeitet und
unter dem Zeichen TRANS/SC.3/147 veröffentlicht wurde. Alle Staaten, die diese Resolution ratifiziert haben, sollten diesen "Internationalen Befähigungsausweis" auch anerkennen. Bei uns ist es ein Ausweis in Scheckkartenformat, getrennt ausgestellt für die Führung von Segelbooten und von Motorbooten - ab 2013 eventuell auch auf einer "Scheckkarte". Den Antrag auf Ausstellung hat der Bewerber selbst zu stellen, nachdem ihm eine autorisierte Prüfungsorganisation einen "privatrechtlich" gültigen Befähigungsausweis für den entsprechenden Fahrtbereich ausgestellt hat. Mit diesem Befähigungsausweis kann dann bei der "via donau" ein Internationales Zertifikat beantragt werden (Antragformular).

Zitat SeeSchFG 2012 :

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12. § 15 samt Überschrift lautet: 
„Internationale Zertifikate für die Führung von Jachten
...
...

(11) Die „via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft m. b. H.“ (§ 4 Abs. 1 Wasserstraßengesetz, BGBl. I Nr. 177/2004) hat auf Grundlage von im privaten Rechtsverhältnis von Prüfungsorganisationen gemäß Abs. 1 ausgestellten Befähigungsausweisen, welche den Vermerk gemäß Abs. 5 enthalten, bei gleichzeitiger Vorlage eines Nachweises über die Ausbildung für die Leistung Erster Hilfe Internationale Zertifikate gemäß Abs. 1 auszustellen. Diese gelten als amtlich anerkannte Befähigungsausweise zur selbstständigen Führung von Jachten auf See. 

(12) Der Nachweis über die Ausbildung für die Leistung Erster Hilfe gilt durch ein Kapitänspatent, das Schiffsführerpatent – 20 m oder das Schiffsführerpatent – 20 m – Seen und Flüsse gemäß 7. Teil des Schifffahrtsgesetzes – SchFG, BGBl. I Nr. 62/1997 in der jeweils geltenden Fassung, eine inländische, zu Recht bestehende Lenkberechtigung für Kraftfahrzeuge der Klasse D gemäß § 2 des Führerscheingesetzes – FSG, BGBl. I Nr. 120/1997 in der jeweils geltenden Fassung, eine gemäß § 1 Abs. 4 FSG gleichgestellte Lenkberechtigung oder durch eine entsprechende Bescheinigung einer der gemäß § 3 Abs. 3 FSG benannten Institutionen, bei der die Ausbildung vorgenommen wurde, als erbracht. 

(13) Als Ersatz für die mit der Ausstellung Internationaler Zertifikate ursächlich im Zusammenhang stehenden Kosten haben Bewerberinnen und Bewerber vor Ausfolgung eines Internationalen Zertifikats einen pauschalierten Geldbetrag an die „via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft m. b. H.“ zu entrichten, welcher die Umsatzsteuer und die mit dem Antrag zur Ausstellung des Internationalen Zertifikats anfallenden Gebühren und Verwaltungsabgaben beinhaltet. Der Pauschalbetrag ist von der „via donau – Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft m. b. H.“ nach ihrem Aufwand unter Berücksichtigung steuer-, gebühren- und abgabenrechtlicher Vorschriften zu bemessen und von der Bundesministerin bzw. dem Bundesminister für Verkehr, Innovation und Verkehr zu genehmigen. 

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Wann muss ich was an wen bezahlen??

Die gültigen Gebühren sind den jeweiligen Kostenbeitragsblättern der Prüfungsorganisationen zu entnehmen - immer natürlich vorbehaltlich Irrtum und Änderungen! Generell wird die Prüfungsgebühr vom Veranstalter an die Prüfungsorganisation bezahlt, damit es nicht zu Fristverlusten kommt. Deshalb bitte:
Bei Theorieprüfungen: Betrag in bar einfach mitnehmen.

Bei Praxisprüfungen: Die Prüfungsgebühren an den NCA überweisen!
Die Ausstellungsgebühr ist vom Antragsteller bei Antragstellung an die entsprechende Prüfungsorganisation zu bezahlen.

Wie komme ich dann zu meinem Ausweis?

Die Regeln zur Scheinausstellung finden Sie auf der Homepage der Prüfungsorganisation. Ein Antragsformular ist hier.

Wer ist jetzt wirklich die "Prüfungsorganisation"?

Derzeit gibt es in Österreich 8 oder 9 Prüfungsorganisationen, zum Teil mit ganz verschiedenen Zielsetzungen. Unsere Prüfungen machen wir mit der WSVO, einer Organisation, die ihren Mitgliedern eine vernünftige Struktur bietet. Da die WSVO am finanziellen Aspekt des Prüfungswesens weniger Interesse hat (als Verband der gewerblichen Segelschulen), dafür umso mehr am Ruf und an der Kontinuität, ist sie auch für uns ein sehr guter Partner. Und - die Prüfungen sind fair, aber die einfachsten sind sie nicht.

Wer hilft mir, wenn ich nicht weiter weiß?

Schicken Sie ein eMail oder rufen Sie mich an: B. Kotnig, 0676 790 2075

Kann es sein, dass die Antworten hier nicht stimmen?

Im Großen und Ganzen sollten die Antworten schon stimmen, aber die Materie ist derart kompliziert und "wechselhaft", dass ich manchmal auch nicht auf dem ganz letzten Stand bin.
Manche Dinge sind jetzt (Anfang 2016) auch noch unklar, da die gesetzlichen Regelungen sich zum Teil widersprechen, weil noch "interpretiert" werden muss.
Sagen Sie es mir dann bitte, ich bemühe mich um Korrektur oder Aufklärung.
Allerdings gibt es keine Fehler in der Art, dass ich hier 1.000 Meilen Erfahrung anfordere, es ist aber falsch, weil Sie das seemännische Know-How in einer Urlaubswoche ja schon erledigt haben.

Wenn ich mir die Gesetze und Zitationen anschaue, bekomme ich Kopfweh. War diese JachtPrO wirklich notwendig?

Scheint so, wenn auch Z hier M übertreffen wollte. Bedanken können Sie sich bei gewissen "Prüfungsorganisationen".

Warum tue ich mir das alles an?

Das weiß ich jetzt leider auch nicht.

Wie viele Änderungen hat es jetzt seit Herbst 2007 gegeben?

Insgesamt haben wir jetzt die 5. "Prüfungsordnung" seit 2007, also 4 Mal neu. Mit allen Lernzielen, Beispielen, Fragenkatalogen, .... Es sind Tausende Mannstunden vergeudet worden,  das Endresultat ist dürftig. Die formalen Zwänge sind enorm, das Segeln kommt zu kurz; dem wirklichen Segler ist damit nicht gedient.

Warum machen Sie das?

Das weiß ich jetzt auch nicht mehr.